Der Diözesanrat der Diözese von Berlin und Deutschland hat sich im Jahr 2026 mehrfach mit der Arbeit und der weiteren Entwicklung der Orthodoxen Theologischen Fernschule befasst. Dabei wurde insbesondere die Ausbildung zukünftiger Geistlicher in den Mittelpunkt gestellt.
Bereits auf der Sitzung des Diözesanrats am 12. März 2026 in Berlin berichtete Priester Alexej Veselov über die Ergebnisse der ersten beiden Studienjahre der Orthodoxen Theologischen Fernschule. Der Diözesanrat billigte den Bericht und sprach sich für eine weitere Entwicklung des Fernunterrichts zur Stärkung des theologischen und geistlichen Niveaus der Studierenden aus.
Zugleich wurden erstmals besondere Voraussetzungen für Studenten festgelegt, die eine spätere Priesterweihe anstreben. In der Resolution heißt es:
„Studierende der theologischen Fernschule, die als Kandidaten für die Priesterweihe in Betracht gezogen werden möchten, müssen bei der Immatrikulation eine Empfehlung und ein Zeugnis ihres Gemeindepfarrers vorlegen.“
Darüber hinaus wurden die Gemeindepfarrer aufgefordert, bei der Empfehlung von Kandidaten insbesondere auf deren Wunsch zum priesterlichen Dienst, ihre aktive Tätigkeit in der Gemeinde, ihre persönlichen Eigenschaften und das Fehlen kanonischer Weihehindernisse zu achten.
Am 23. Juli 2026 fand im geistlich-kulturellen Zentrum „Tschaikowski-Haus“ bei der Kirche des Heiligen Gerechten Johannes von Kronstadt in Hamburg eine weitere Sitzung des Diözesanrats unter dem Vorsitz von Erzbischof Tichon von Rusa statt. In seiner Eröffnungsrede hob der Diözesanbischof besonders die Bedeutung einer gründlichen Ausbildung zukünftiger Geistlicher hervor.
Priester Alexej Veselov berichtete auf der Sitzung über den ersten Abschlussjahrgang der Orthodoxen Theologischen Fernschule sowie über die geplante Weiterentwicklung, Vertiefung und Verbesserung der Bildungsprogramme. Im Juni 2026 hatte erstmals ein Jahrgang den dreijährigen Theologischen Kurs der Schule abgeschlossen.
Nach Anhörung des Berichts fasste der Diözesanrat einen weiteren Beschluss zur Entwicklung der theologischen Ausbildung. Darin heißt es:
„Zur Vorbereitung künftiger Geistlicher [ist] der Vorschlag des wissenschaftlichen Rates der Schule zur Änderung des Lehrplans zu billigen.“
Zugleich wurde der Leiter der Orthodoxen Theologischen Fernschule beauftragt, dem Diözesanrat einen Lehrplan für den pastoralen Zweig der Schule vorzulegen.
Damit wurde die Weiterentwicklung der Fernschule in Richtung einer gezielteren pastoralen Ausbildung zukünftiger Diakone und Priester auf diözesaner Ebene bestätigt. Aufbauend auf dem bisherigen Theologischen Kurs soll die Ausbildung künftig verstärkt theologische, pastorale und praktische Inhalte miteinander verbinden.
Beschlüsse und Berichte des Diözesanrats
Resolution des Diözesanrats vom 12. März 2026:
https://rokmp.de/de/deutsch-die-resolution-des-diozesanrats-der-diozese-von-berlin-und-deutschland/
Bericht über die Sitzung des Diözesanrats in Hamburg vom 23. Juli 2026:
https://rokmp.de/de/deutsch-in-hamburg-fand-eine-sitzung-des-diozesanrats-der-berliner-und-deutschen-diozese-statt/
Beschluss des Diözesanrats vom 23. Juli 2026:
https://rokmp.de/de/deutsch-beschluss-des-diozesanrats-der-diozese-berlin-deutschland-vom-23-juli-2026/

